ESV Buchloe mit Fehlstart in die Abstiegsrunde

Buchloe (km) Mit Herz, Leidenschaft und einem guten Spiel besiegten die Schongauer Mammuts die Piraten an der Riesserseestraße zum Auftakt der Bayernligaabstiegsrunde völlig verdient mit 3:4 (0:1, 2:2, 1:1). Nicht wieder zu erkennen war der Vorrundenletzte bei seinem Auftritt im Buchloer Eisstadion. Mit aggressiven Forechecking, konzentriertem Spielaufbau, starkem Zweikampfverhalten an der Bande, sowie dem nötigen Biss waren die Gäste den Freibeutern meist einen Schritt voraus. Den Willen konnte man den Gennachstädtern sicherlich nicht absprechen, doch zu viele Fehler im Spielaufbau, speziell in der neutralen Zone, ließen die Schongauer Stürmer immer wieder gefährlich vor ESV Keeper Florian Warkus auftauchen. Der überragende Akteur auf dem Eis, Julius Sinkovic, nutzte die Fehler der ESV Cracks mit zwei Toren gnadenlos aus. Auch Matthias Brahmer war von den Pirates oft nicht in den Griff zu bekommen. Dazu kam das diesmal schwache Überzahlspiel der Mannschaft von Piratentrainer Franz-Xaver Ibelherr. Bezeichnender Weise fiel der Siegtreffer in numerischer ESV-Überzahl.
Durch eine frühe Strafzeit gegen die Freibeuter nach nur 17 Sekunden erzeugten die Schongauer bereits in der Anfangsphase mächtig Druck. Florian Warkus stand im Focus des Geschehens. Mit schönen Paraden bewahrte er sein Team vor einem frühen Rückstand. Erst nach acht Minuten kamen die Gastgeber zu zwingenden Chancen, doch war für Marc Weigant und Sven Curmann beim glänzend aufgelegten EA Goalie Max Bergmann Endstation. Wenig später jubelten die Schongauer bereits über die vermeintliche Führung. Florian Warkus wurde von hinten angeschossen. Der Abpraller trudelte auf die Torlinie, doch reaktionsschnell konnte der ESV Torhüter das Spielgerät in Sicherheit bringen. Erst nach 15 Spielminuten kam Buchloe zu seiner ersten Powerplaymöglichkeit, die fast kläglich vergeben wurde. Eine Minute vor der Pause folgte der erste große Auftritt von Julius Sinkovic. Bedrängt von zwei Buchloer Akteuren erkämpfte er sich in der ESV Abwehrzone das Spielgerät an der Bande. Nachdem er zwei weitere ESVler zu Statisten degradierte ließ er Florian Warkus beim 0:1 keine Abwehrmöglichkeit.
Zu Beginn des Mittelabschnitts kamen die Pirates zu einer 5:3 Überzahl, konnten aus diesem Vorteil aber kein Kapital schlagen. Besser machte es Markus Schneider der im Powerplay eine Vorlage von Bastian Grundner zum 0:2 (30.) für die Mammuts verwertete. Im weiteren Verlauf nahmen die Nicklichkeiten auf dem Eis zu, die Strafbänke waren gut gefüllt. Buchloe wieder mit zwei Akteuren mehr agierend, nutzte diesmal seine Chance. Nach Vorarbeit von Marc Weigant war Peter Westerkamp mit dem 1:2 (34.) zur Stelle. Kurz darauf durfte sich auch Schongau in doppelter Überzahl üben. Dieses Angebot konnte die EA natürlich nicht ablehnen. Ein Zuspiel von Matthias Brahmer netzte Friedrich Weinfurtner unhaltbar ein. Es folgte die beste Phase der Pirates. Peter Westerkamp bearbeitete Bergmann am kurzen Pfosten. Weil da nichts zu machen war umkurvte der Deutsch-Kanadier das Tor und besorgte per Bauerntrick den 2:3 Anschluss (38.). Im letzten Drittel schien sich das Blatt zu wenden. Patrick Weigant stellte auf 3:3 (46.), Schongaus Matthias Schuster kassierte eine Spieldauerstrafe wegen Stockstich. Doch die Mammuts standen in der daraus entstanden Unterzahl defensiv sicher. Außerdem hatten sie noch einen Julius Sinkovic in ihren Reihen. Bei einem Break erzielte er mit einem Sonntagsschuß am Freitagabend das 3:4 (54.). In der Schluss-Sequenz hatten die Freibeuter noch zwei Ausgleichsmöglichkeiten, am Endergebnis änderte sich aber nichts mehr. Ein bitterer Start für den ESV Buchloe auf dem Weg zum Klassenerhalt in der Bayernliga.

